Über ihre hygienische Funktion hinaus, waren die Bäder (balneae) der Villa auch ein Ort zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Badeeinrichtungen, ausgestattet mit jeder Art von Luxus, hatten den Zweck, alle Freuden des Körpers zu befriedigen, die Bibliothek ihrerseits, jene des Geistes.
Die Bäder von Torre Llauder bestanden aus folgenden Räumen:

Apodyterium (Umkleideraum)
Frigidarium (Kaltwasserbad)
Tepidarium (Warmluftraum)
Caldarium (Warmwasserbad)
Die Wände des Kaltwasserbeckens hatten eine Beschichtung von rosarotem opus signinum, das ihre Undurchlässigkeit sicherte. Die unteren Treppenstufen waren mit Marmor bedeckt.
Der Kaltwasserraum (frigidarium) hatte einen Boden, der mit Schieferplatten ausgelegt und von einer Verzierung aus weißem Marmor umrahmt war. Eine Stufe, die ebenfalls mit Schiefer bedeckt war, erlaubte den Zugang zum Wasserbecken, das im äußersten Norden eine Apsis besaß.
Vom frigidarium aus gelangte man zum Warmwasserbad (caldarium) durch einen Raum mit lauwarmer Luft (tepidarium).
 
[Plan]   [Atrium]   [Aula I]   [Aula II-III]   [Peristylum]   [Balneae]   [Latrinae]
Sowohl das tepidarium als auch das caldarium wurden durch ein System von einem doppelten Bodenbelag, genannt "Hypokaust", erhitzt. Der obere Belag (suspensura) ruhte auf mehreren Stützen (pilae) und erlaubte so die Bewegung der Luft, die durch den Ofen (praefurnium) erwärmt wurde.
Ein kleines Warmwasserbecken (alveus) wurde von einem Bronze- oder Bleikessel gespeist, der sich genau über dem Ofen befand. Wie das Kaltwasserbecken war auch dieses Becken durch einen Belag von opus signinum abgedichtet.
Der kleine Raum neben dem Ofen diente wahrscheinlich als Lagerstätte für das Brennholz.